Mediation

“Inmitten der Schwierigkeit liegt die Möglichkeit.” – Albert Einstein

Stefan Kraft, © VG Bild-Kunst, Bonn 2016
Stefan Kraft, © VG Bild-Kunst, Bonn 2016

Mediation ist eine Methode der konstruktiven Konfliktbearbeitung, bei der mit Hilfe einer neutralen dritten Person win-win-Lösungen angestrebt werden. Grundlage ist die Vorgehensweise der „Klärungshilfe“ (siehe auch Literaturhinweis unten).

Die Erfahrung lehrt, dass Konfliktpartner nur unter bestimmten Umständen fähig sind, eine für beide Seiten gleichermaßen gewinnbringende Lösung gemeinsam zu erarbeiten.

Voraussetzung dafür ist, dass die Beteiligten aus der Situation der Streiteskalation oder der Wiederholungsschleife gegenseitiger Vorwürfe herauskommen. Sie brauchen den Zugang zu einem konstruktiven Gespräch, in dem alle Meinungen und Sichtweisen gehört und gewürdigt werden können.

Dies zu gewährleisten, ist in bereits eskalierten oder verhärteten Konflikten nur durch die Unterstützung einer externen Person möglich. Die Mediatorin oder der Mediator hat die Kompetenz, diese Aufgabe maximal zielführend zu übernehmen – ohne dabei Vorschriften zu machen, Verurteilungen auszusprechen oder Partei zu ergreifen.

Bei Mediation geht es um Einsicht – nicht um Rechthaberei. Es gibt keine Verlierer. Im konstruktiven Gespräch können beide Parteien gewinnen.

Eine solche Klärungshilfe beruht auf dem Prinzip der Freiwilligkeit und Wertschätzung. Es geht nicht darum, über Richtig und Falsch zu richten, sondern darum, jede Position vor dem Hintergrund der dahinter liegenden Wünsche und Bedürfnisse verstehbar zu machen – ohne sie zu werten.

Mediation führt die Konfliktpartner zueinander, indem sie Akzeptanz für verschiedene Perspektiven schafft und den Fokus auf die Herausarbeitung gemeinsamer Interessen legt.

Umfang und organisatorische Gestaltung einer Mediation werden jeweils auf die spezifische Konfliktsituation und ihre Erfordernisse hin zugeschnitten.

Literatur

  • Christoph Thomann: Klärungshilfe 2. Konflikte im Beruf: Methoden und Modelle klärender Gespräche. Rowohlt.